Zwei Gesichter einer Ära sagen Danke
Gordon Gräfe und Fabian Breuer verlassen den TuS Spenge nach zehn prägenden Jahren. Zwei DHB-Amateurpokalsiege, der Aufstieg in die 3. Liga und eine außergewöhnliche Erfolgszeit bleiben untrennbar mit ihren Namen verbunden.
Wenn im Sommer zwei Spieler gleichzeitig gehen, endet manchmal mehr als nur eine Saison. Beim TuS Spenge geht ein Kapitel Vereinsgeschichte zu Ende. Mit Gordon Gräfe und Fabian Breuer verabschiedet der Verein zwei prägende Gesichter einer Ära – zwei Spieler, die über ein Jahrzehnt hinweg Leistungsträger, Identifikationsfiguren und Publikumslieblinge geworden sind.
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Als beide im Sommer 2016 nach Spenge kamen, waren sie junge Spieler mit Perspektive. Was folgte, war eine gemeinsame Reise, die sich kaum eindrucksvoller hätte entwickeln können. Gleich in ihrer ersten Saison gewann der TuS Spenge den DHB-Amateurpokal in Hamburg – auf großer Bühne in der Barclaycard Arena im Rahmen des Final-Four-Wochenendes vor den Profis. Ein Jahr später gelang die erfolgreiche Titelverteidigung, dazu folgte der Aufstieg in die 3. Liga. Es war der Beginn von acht starken, in denen sich der TuS Spenge dauerhaft in der Spitzengruppe der Drittligastaffel etablierte und zweimal die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga erreichte.
Fabian Breuer stand in dieser Zeit sinnbildlich für Übersicht, Verantwortung und Spielintelligenz. Als Taktgeber und Führungsspieler übernahm er über viele Jahre Verantwortung, lenkte das Spiel in entscheidenden Phasen und ging mit großer Selbstverständlichkeit voran. »Fabian war über Jahre ein Gesicht unserer Mannschaft. Er hat Verantwortung übernommen, das Spiel geprägt und sich in besonderer Weise mit dem TuS Spenge identifiziert. Solche Spieler sind für einen Verein von großem Wert«, sagt der 1. Vorsitzende Horst Brinkmann.
Gordon Gräfe brachte Präsenz, Durchsetzungskraft und Verlässlichkeit auf die Platte. Am Kreis, in der Abwehr und in vielen engen Spielen war auf ihn Verlass. Gleichzeitig fand er in Spenge nicht nur sportlich, sondern auch beruflich und persönlich eine Heimat. Dass seine Karriere nun aus gesundheitlichen Gründen endet, macht diesen Abschied besonders bewegend. »Gordon hat unserer Mannschaft mit seiner Art auf und neben dem Feld viel gegeben. Er war immer da, wenn man ihn gebraucht hat. Umso bedauerlicher ist es, dass er seine Laufbahn aus gesundheitlichen Gründen beenden muss. Wir wünschen ihm für seinen weiteren Weg nur das Beste«, sagt Teammanager Marcel Ortjohann.
Was beide Spieler in all den Jahren ausgezeichnet hat, ging jedoch weit über Tore, Punkte und Tabellenplätze hinaus. Sie waren nahbar, bodenständig und echte Typen. Ihre Familien unterstützten sie über Jahre hinweg mit großer Treue und waren nahezu Dauergäste in der Spenger Sporthalle. Auch das gehört zu dieser Geschichte.
Dass Gordon Gräfe und Fabian Breuer heute als absolute Fanlieblinge gelten, kommt nicht von ungefähr. Beide standen für Einsatz, Verlässlichkeit und die besondere Verbindung zwischen Mannschaft, Verein und Tribüne.
»Wir hinterlassen hier eine Mannschaft mit viel Qualität und ein gutes Fundament. In den vergangenen Monaten wurden wichtige Weichen gestellt. Ich bin überzeugt, dass man in Spenge auch in Zukunft erfolgreichen und attraktiven Handball sehen wird«, sagt Fabian Breuer.
Auch Gordon Gräfe blickt bereits nach vorne – wenn auch künftig aus einer anderen Perspektive: »Ich bin mir sicher, dass die besondere Unterstützung hier in Spenge bleiben wird. Viele Menschen auf der Tribüne sind über die Jahre Freunde geworden. Ich freue mich darauf, bald auch einmal auf der anderen Seite zu sitzen und die Mannschaft lautstark zu unterstützen.«
Mit Gordon Gräfe und Fabian Breuer verabschiedet der TuS Spenge zwei prägende Spieler einer besonderen Zeit. Was bleibt, sind große Erfolge, viele starke Erinnerungen – und die Vorfreude auf alles, was kommt. Danke, Gordon. Danke, Fabian.



























